Scandinavia & the Baltics

  • When: End of February 2014, I corssed the border to Denmark
  • How long: About three Month
  • Distance: About 8000 km
  • Housing and dwelling: Bivouac or Tarp (In Scandinavia I spent three nights as a couchsurfer)
  • The food was 100% Freegan! And I spend about minus 80€ for that trip

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Die dunklen Wintertage veranlassten mich dazu die Welt, über den Winter hinweg, doch lieber vom Rad aus zu erleben. So ist man jeder Sekunde des Sonnenscheins am nächsten. Schlechtes Wetter machte dabei wenig aus, ich fühlte mich als Teil davon.

Die Reise fing eigentlich in der ersten Januarwoche 2014 an. Ich fuhr hin und her durch Deutschland und besuchte viele Freunde und Freundinnen, die ich schon seit Langem sehr vermisste. Zwischendurch zog es mich doch immer wieder nach Hause nach Göttingen zurück.

Für den kommenden Sommer setzte mir ein guter Freund eine Radreise in die Finnmark in den Kopf. Ich befand mich an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins, als er mir für die Reise absagte. Ich war zwar nicht für eine Reise in den hohen Norden ausgerüstet, aber da ich mich zumindest schon an der Nordsee befand, fuhr ich Ende Februar spontan einfach drauf los. Die schlechte Ausrüstung ließ sich glücklicherweise durch einiges an Willenskraft kompensieren.

Die oben zu sehende Route beschreibt die Strecke nach der letzten mehrtägigen Pause in Göttingen.

Um die Reise etwas spannender zu gestalten versuchte ich sie weitestgehend ohne Geld durchzuführen. Ein bisschen Geld hatte ich zwar in der Hinterhand, doch kam ich nach ungefähr 13 Wochen mit einem Plus von 80€ wieder zu Hause an. Gekauft habe ich auf der Reise fast gar nichts. Abgesehen von den Fährverbindungen, einem Schaltzug in Norwegen, einem Päckchen Streichhölzer in Schweden und Salz in Lettland. Ich fühlte mich teils wie ein Roboter im Pfandsammelwahn und steckte jede Dose auf dem Weg ein. In Norwegen klappte das so gut, dass ich mir ein Limit bei 80 Dosen pro Tag setzte und auch nur noch Bergauf anhielt. Das Pfandgeld deckte die Kosten der Fähren sehr gut.
Die Verpflegung ließ sich absolut problemlos durch Containern decken (abgesehen vom erwähnten Salz). Skandinavien ist ein riesiger unabgeschlossener Kühlschrank! In Osteuropa war das Containern nahezu unmöglich, aber ich packte in Finnland mein Rad so voll, dass ich es in Estland kaum noch alleine heben konnte.

Der Rückweg ging über Finnland, das Baltikum und Polen. Gründe dafür waren einerseits die unglaubliche Schönheit Finnlands. Andererseits wollte ich einen Freund in Lettland besuchen, 2010 lebten wir knapp einen Monat gemeinsam in Bombay und teilten uns den Bürgersteig.

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