Pokharas Umgebung

Abgesehen von den Tourischwärmen im Lakeside Gebiet empfand ich Pokhara als sehr erholsam. Ich blieb ungefähr eine Woche und hauste auf einem Zeltplatz westlich des Sees. Ein Treffpunkt für Europäer, die mit dem eigenen ausgebauten Bus nach Nepal gefahren sind. Nach Wochen ohne Touris war die Geselligkeit auf dem Platz wirklich nett.

Tagsüber fuhr ich auf den unzähligen Wegen um Pokhara umher.

Als ich letztlich Richtung Osten zum Begnastal (Tal = See) aufbrechen wollte, rief mich eine wohl bekannte Stimme. Es war eine Freundin, die ich in Ladakh (Nordindien) kennen lernte. Vielleicht die eindruckvollste Person, die ich jemals in meinem Leben traf. Mit 17 reiste sie mit materiellen Nichts per Anhalter von Europa nach Osten und kam nach vier Jahren in Indien an. Sie erzählte mir, dass sie nach Nepal wolle. Nach dieser langen Reise war ihr nach einem fiedlichen Platz, ein eigenes Haus in einer Dorfgemeinschaft. Ein Ort, an dem sie die unzähligen Eindrücke im Kopf sortieren kann. In Ladakh war sie sich sicher, dass sie all das in Nepal finden wird, alles kostenlos, ja selbst das Langzeitvisum, selbstverständlich.
Ein unmögliches Vorhaben, aber bei ihr war ich mir sicher, dass sie es schaffen wird. In Ladakh verabschiedeten wir uns ohne einen Kontakt auszutauschen. So war ich um so glücklicher, als ich sie in Pokhara traf. Sie erzählte mir, sie habe ein Haus am Begnastal (natürlich kostenlos) und sei in Pokhara die Schlüssel abzuholen. Wir trafen uns abends in ihrem Haus und sie bezog es das erste mal. Ein wirklich traumhafter Ort, auf einem Hügel gelegen. Mit Blick nach Süden in das Pokharatal und nach Norden auf den Begnastal und den über 8000 m hohen Annapurna.

Karte

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